Jazz Künstler

Jazz hat seine Ursprünge zu Beginn des 20. Jahrhunderts im südlichen Amerika, wie in so vielen Bereichen ausgehend von der afroamerikanischen Bevölkerung. Chicago wurde in den 1920ern zur Metropole des Jazz, woran die weißen Musiker maßgeblich beteiligt waren. In dieser Zeit erklingen die ersten freien Jazzimprovisationen. In den 30ern entwickelt sich der durchkomponierte Big-Band-Swing, die 40er Jahre bringen den freieren Bebop hervor. Jazz wurde vielerorts missbilligend beäugt und missverstanden, weil die freie Improvisation etwas ungewohntes und schwer nachvollziehbares für ungeübte Ohren war.

Die 70er machen Jazz durch die Kombination mit Rockmusik, dem sogenannten Jazzrock, wieder etwas massentauglicher, mit Musikern wie Miles Davis und Frank Zappa. Bis heute hat Jazz viele Genres der westlichen populären Musik beeinflusst. Die Musik ist charakterisiert durch Improvisation, Bluenotes und besondere rhythmische Komponenten wie Betonung der Off-Beats, Synkopen und Polyrhythmen. Jazz hat eine Vielzahl von Untergruppen hervorgebracht, die wichtigsten sind New Orleans Jazz, Dixieland Jazz, Chicago Jazz und Swing. Einer der momentan wohl bekanntesten Jazz-Musiker ist Jamie Cullum. Er ist ein englischer Singer-Songwriter und beherrscht zahlreiche Instrumente.

Im Jahre 2003 gewinnt er in der Kategorie „Rising Star“ bei den British Jazz Awards. Zu seinen bekanntesten und meistverkauften Alben gehört Twentysomething aus dem Jahre 2003(UK) beziehungsweise 2004 (Dtl.). Mit diesem Album bewies er sein musikalisches Können: er interpretiert Songs wie I could have danced all night aus My Fair Lady als Jazzsong aber gibt auch Jazzstandards wie What a difference a day made zum Besten. Seitdem hat er drei weitere Alben veröffentlicht, war für den Golden Globe nominiert und schreibt viele eigene Songs. Im Mai 2010 tritt er auf dem Wiener Jazz Festival auf, was laut den Kritikern, und wie er auch selbst bestätigt, wohl zu einem seiner legendärsten Auftritte zählt. Jamie Cullum fordert sich immer wieder neu heraus, indem er zum Beispiel in seinem 2009 erschienen Album The Pursuit viele andere Genres einfließen lässt, wie etwa Soul, Techno oder Latin. Er ist ein Ausnahmetalent, der es offensichtlich ganz unbeschwert schafft Jazz wieder in unsere Ohren zu bringen.