
Klassische Musik Künstler
Der Begriff der klassischen Musik bezeichnet im alltäglichen Sprachgebrauch Musik nicht populärer oder volkstümlicher Art. Außerdem werden Begriffe wie E-Musik (ernste Musik) oder auch Kunstmusik synonym verwendet. Grundlegend umfasst klassische Musik verschiedene Epochen, angefangen im Mittelalter, darauf folgte die Renaissance, in Abgrenzung zur literarischen, soziologischen und architektur-historischen Epoche der Renaissance. Im 17. bis frühen 18. Jahrhundert sprechen wir von der Epoche der Barockmusik mit Künstlern wie Johann Sebastian Bach oder Antonio Vivaldi. Die Komponisten dieser Zeit waren sehr darauf bedacht Emotionen durch ihre Musik zu transportieren, die so genannten „Affekte“, durch Bach fand außerdem die Polyphonie ihren künstlerischen Höhepunkt. Etwa mit dem Tod Bach’s datiert folgte die eigentlich Epoche der Klassik, mit Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn als die Vertreter der so genannten Wiener Klassik. Charakteristisch für die Klassik sind im formalen Sinne die Sonatenhauptsatzform, ein Beispiel hierfür sind Beethovens Sinfonien. Ästhetisch orientierten sich die Komponisten der Klassik an der Antike, wie zum Beispiel der Symmetrie, welche an den Bauwerken zu erkennen ist. Eine Orientierung, die an der Verwendung symmetrischer, wenn auch kontrastierender, musikalischer Themen festzumachen ist. Im 19. Jahrhundert veränderte sich die emotionale und ästhetische Grundeinstellung der Musiker. Die klassischen Vorbilder wurden aufgehoben, die bisher verwendete Harmonik maßgeblich erweitert und die Betonung lag auf dem gefühlvollen Ausdruck des Künstlers. Außerdem fand die Lyrik Einzug in die Musik, somit wurde viel programmatisches und lyrisches Material in Musik umgewandelt. Wie zum Beispiel Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ oder Griegs „Peer Gynt Suite“ – die Gattung der Programmmusik. Des weiteren spielte der Nationalismus in dieser Zeit eine wichtige Rolle, wodurch viele ost- und nordeuropäische Künstler bekannt wurden. Wichtige Komponisten dieser Zeit sind Felix Mendelssohn-Bartholdy, Franz Liszt, Antonin Dvorak oder Claude Debussy, eine Liste, die sich allerdings noch endlos fortsetzen lassen könnte. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts taten sich völlig neue musikalische Wege auf, vor allem an dem Bruch mit der bisherigen Tonalität festzumachen. Freie Atonalität und Zwölftontechnik (nach Schönberg) führten zur immer komplexeren Kompositionen. Des weiteren entstanden Stile wie zum Beispiel Minimal Music, welche einen sehr repetitiven Charakter aufweist. Klassische Musik ist jedoch im heutigen Sprachgebrauch meist Musik der Barockzeit, der Klassik und der Romantik, da deren Komponisten und Werke wohl zu den bekanntesten und einflussreichsten ihrer Art gehören.

